FWG Diemelsee besichtigt Wepa-Fabrik in Giershagen

Bei den Papier-Experten: Die Besuchergruppe der FWG sowie der stellvertretende Werksleiter Frank Folcz (mit weißer Schutzweste) während der Besichtigung. Foto: nh


Diemelsee. Die Mitglieder und Freunde der Freien Wählergemeinschaft Diemelsee besichtigten die Wepa-Papierfabrik in Giershagen. Wepa steht für Westfälisches Papier und ist das größte deutsche mittelständische Familienunternehmen der Branche. Zur Wepa-Gruppe gehörten bis Sommer 2008 sieben Werke im In- und Ausland mit über 1500 Mitarbeitern. Durch die Übernahme der in Insolvenz geratenen italienischen Karto Group, kamen nochmals acht weitere Werke mit 1300 Mitarbeitern hinzu.

Gegründet wurde die Wepa 1948 mit Stammsitz in Arnsberg-Müschede. Dort befinden sich heute die Hauptverwaltung, sowie ein Werk mit zwei Papiermaschinen und entsprechender Papierverarbeitung.

Anfänge in Giershagen

In Giershagen wurde erstmals 1961 in der Schützenhalle mit der Papierverarbeitung begonnen. 1963 begann man am derzeitigen Standort mit einer Verarbeitung und 1968 folgte dann die erste Papiermaschine.

Anschließend tätigte man sehr viele Investitionen, die das Werk Giershagen nicht nur zum größten Produktionsstandort der Gruppe, sondern auch zu einem der größten in Europa werden ließ. Es bietet heute über 430 Mitarbeitern, auch aus dem Diemelseer Raum, einen Arbeitsplatz. Die Wepa produziert ausschließlich Hygienepapiere (Toilettenpapier, Küchenpapier, Taschentücher, Kostmetiktücher, Handtuchpapier und Servietten), überwiegend für die großen Handelsketten . Derzeit werden am Standort Giershagen etwa 60 Prozent der Produkte auf Basis von 100 Prozent Altpapier und 40 Prozent auf Basis von 100 Prozent Zellstoff produziert.

Die dazu benötigten Rohstoffe lagern überwiegend auf dem großen Außenbereich. Die vergangenen drei Jahre waren stark geprägt von ständig steigenden Rohstoffpreisen und forderten immer mehr zu kostenbewusstem Handeln und schonendem Umgang mit den Rohstoffen. Das Werk Giershagen beschäftigt 17 Auszubildende in den Berufen Papiertechnologe, Industriemechaniker, Energieanlagenelektroniker Verpackungsmittelmechaniker. Der Nachwuchs wird überwiegend für den eigenen Bedarf ausgebildet.

Das Unternehmen ist stolz darauf, dass bisher auch bei gravierenden Veränderungen von Betriebsabläufen allen betroffenen Mitarbeitern durch Umschulungen und Fortbildungen neue Stellen innerhalb des Werkes angeboten werden konnten und keine Entlassungen erfolgt sind. (nh/uli)

Quelle: HNA vom 26.11.2008